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Hintergrund

Entstehung des Stichweh Leineparks

Der Stichweh Leinepark ist Teil einer langen Entwicklung, die sich an den veränderten Bedürfnissen und Marktgegebenheiten orientiert. Um diese Entwicklung nachvollziehen zu können, lohnt ein kurzer Blick in die 120-jährige Präsenz der Firma an ihrem Traditionsstandort und die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Kernbereiche.

Färberei und chemische Reinigung

Alles begann mit der Färberei, die 1891 nach Limmer verlegt wurde. Kontinuierlich erweiterte die Firma Stichweh aber nicht nur ihr Betriebsgelände, sondern auch ihr Portfolio. Schnell kam die chemische Reinigung mit einem wachsenden Filialnetz hinzu, welches von Limmer aus verwaltet wurde. Die Färberei verlor im Laufe der Jahrzehnte als Geschäftszweig immer weiter an Bedeutung. Nur während der Kriegsjahre und kurz darauf war die Nachfrage nach umgefärbten Uniformen hoch. 1967 stellte die Färberei ihren Betrieb ein und Stichweh konzentrierte sich fortan darauf, das Reinigungsangebot zu diversifizieren. Technische Neuerungen erlaubten es, die chemische Textilreinigung zu dezentralisieren und seit den 1960er Jahren in den Ladenbetrieben direkt durchzuführen. Mit der Zeit wurden die Kleidungsgewohnheiten legerer und die Reinigungsaufträge weniger. Die Firma Stichweh erweiterte ihr Filialnetz überregional und viele Filialen werden seit 1995 als Franchisebetriebe von selbständigen Unternehmern geführt. Der einzige am Traditionsstandort verbliebene große Stichweh-Reinigungsbetrieb ist heute die Teppichreinigung.

Ausbau des Stichweh-Geländes

In der Zwischenzeit hatte sich das Stichweh-Gelände von der reinen Produktionsstätte zum Standort für gewerbliche Immobilien entwickelt. Die Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm hat nach und nach Grundstücke an der Färberstraße dazugekauft. Der Bedarf an Gewerbeflächen in Limmer ist groß und bei Stichweh hat moderne Architektur eine generationenübergreifende Tradition. Die Firmenzentrale selbst ist im Bauhausstil errichtet, weitere Gebäude wie das Stichweh-Haus im Alleehof und die Häuser am Steintor und am Vahrenwalder Platz stehen unter Denkmalschutz.

Prägend für die gegenwärtigen Stichweh-Bauten, wie auch für das Wohn- und Geschäftshaus in der Färberstraße/Ecke Wunstorfer Straße und den entstehenden Stichweh Leinepark, sind die Entwürfe des Hannoverschen Architekten Peter Hübotter.

Der Stichweh Leinepark entsteht

Aus dem Wunsch, den Standort weiterzuentwickeln und bestehende Gebäude nachzunutzen, entstand die Idee zum Stichweh Leinepark. Der Polizei als großen Mieter werden viele verschiedene Betriebe folgen, von der Gastronomie über Büros bis zum Supermarkt. Die gute Verkehrsanbindung und die gleichzeitige schöne Lage am Wasser machen den Standort attraktiv. Anders als im 19. Jahrhundert, als die Leine durch die Färberei jeden Tag eine andere Farbe erhielt, ist Umweltfreundlichkeit heute ein großes Thema. Das spiegelt sich im renaturierten Park entlang der Fösse, aber auch in den Gebäuden wider. Moderne Architektur mit begrünten Dächern, einer Fotovoltaikanlage und energiesparender Bauweise wird hier entstehen und Limmer bekommt mit der Schwanenburg sogar ein Stück seiner Geschichte zurück.

Wir sind stolz, mit dem Stichweh Leinepark einen Teil Limmers zu prägen.